LAMINATBODEN

Großes Wohnzimmer mit Holzdecke, gemütlicher Sitzgarnitur und Laminatfussboden in Holzoptik.
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Inhaltsverzeichnis:
  • Laminat vs. Vinyl - Der kleine Unterschied:
  • Laminatboden - Tipps & Informationen:
  • Verlegung von Laminat:
  • Checkliste - Benötigtes Werkzeug und Material

Laminat vs. Vinyl - Der kleine Unterschied

Laminat erlangte seine Bekanntheit Anfang der 80er Jahre. Seitdem steigt die Beliebtheit für den günstigen und Robusten Bodenbelag stetig. Das Grundprinzip und der Aufbau von Laminat hat sich trotz ständig verbesserten Produktionstechniken in den letzten Jahrzehnten nicht verändert. Die Zusammensetzung von Laminat erfolgt durch eine Trägerschicht (Holzfaserplatte MDF oder HDF), auf die eine Dekorschicht (meist aus Papier) aufgebracht wird, welche wiederum eine Nutzschicht aus Kunstharz für Ihre hohe Widerstandsfähigkeit erhält.
Der moderne Vinylboden auch bekannt als Designboden, ist mit dem bereits länger als Laminat erhältlichen, gerolltem PVC-Boden, nicht mehr zu vergleichen. Die damals enthaltenen gesundheitsschädlichen Weichmacher wurden bereits durch phthalatfreie Weichmacher ersetzt. Der Aufbau ist dem von Laminat nachempfunden und besteht aus mehreren Schichten welche fest miteinander verbunden sind.
1. HDF-Trägerplatte (hochdichte Faserplatte), bei Vollvinyl ist diese ebenfalls aus Vinyl., 2. Dekorschicht, und 3. transparente Nutzschicht aus Vinyl. Das sogenannte Vollvinyl erhält in der Regel noch eine 4. Schicht, die Oberflächenvergütung.

Fazit: Laminat und Vinyl verfügen über einen ähnlichen Aufbau, mit dem Unterschied, dass Laminat überwiegend aus Holzwerkstoff, und Vinyl aus Kunststoff besteht.

Laminatboden - Tipps & Informationen

Auswahl an verschiedenen Laminatdekoren und Farben
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Laminat ist in sehr vielen Holzdekoren und Farben erhältlich, gehört aber nicht zu den Holzböden. Der Preiswerte, Strapazierfähige Bodenbelag ist neben Holzdekoren auch in vielen anderen Dekoren erhältlich. Bei diesem Belag handelt es sich wie bei Fertigparkett um Nut- und Feder-Elemente. Die Verlegung erfolgt schwimmend auf eine spezielle, druckstabile Trittschalldämmung. Bis Mitte der 90er Jahre musste Laminatboden noch an Nut und Feder verleimt werden, damit sich die Paneelen nicht voneinander lösen konnten, das hatte den Vorteil, dass die Bodenplatte zusätzlich gegen Feuchtigkeit von oben versiegelt wurde, aber den Nachteil, dass das entfernen eines alten Bodens nicht ohne zersägen möglich war. Heutzutage ist die Verlegung von Laminat ist durch das bewährte Klick-System ohne zusätzliches verleimen möglich und auch für ungeübte Heimwerker recht einfach. Ein weiterer Vorteil des Klick-Systems, der Bodenbelag kann leicht wieder entfernt werden, was gerade bei Verlegung in Mietwohnungen sinnvoll ist.

Aufbau und Eigenschaften von Laminat:

  • Die Deckschicht mit dem Dekor besteht in der Regel aus Papier, und wird mit einem wärmehärtbaren Kunstharz (in der Regel Melamin) verpresst.
  • Die Trägerplatte besteht aus einem Holzwerkstoff, z.B. Spanplatte, mitteldichte oder hochdichte Faserplatten (MDF/HDF).
  • Die dritte Schicht, auch Gegenzugschicht genannt, dient der zusätzlichen Stabilität und besteht ebenfalls aus einer harzverpressten Schicht oder Furnier.

Vorteile von Laminat

  • Laminat ist sehr widerstandsfähig bei Druck und Stoßbeanspruchung, Zigarettenglut, verfügt über Maßhaltigkeit und ist Lichtecht.
  • Die harte und dichte Oberflächenstruktur ist unempfindlich gegen Schmutz und kann in der Regel mit einem feuchten Tuch gereinigt werden.
  • Laminat lässt sich durch das Klick-System einfach verlegen
  • Es gibt eine große Auswahl an Dekoren
  • Laminat ist ein günstiger und doch hochwertiger Bodenbelag

Nachteile von Laminat

  • Durch die Trägerplatte aus Holzwerkstoff ist Laminat empfindlich gegen Feuchtigkeit. Aus diesem Grund ist es für die Verlegung in Feuchträumen z.B. Badezimmer ungeeignet.
  • Laminat speichert keine Wärme und gehört deshalb zu den sogenannten "fußkalten" Bodenbelägen.
  • Laminat überträgt beim begehen einen relativ lauten Trittschall. Deshalb ist eine zusätzliche Trittschalldämmung unter dem Bodenbelag unverzichtbar.

Verlegung von Laminat:

Handwerker verlegt Laminat auf Trittschalldämmung
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Das Laminat sollte, um sich der Raumtemperatur anzupassen, ca. 48 Stunden vor der Verlegung in dem Raum gelagert werden, in dem es auch verlegt wird! Du solltest auch etwas mehr Material kaufen, schnell hat man sich mal vermessen oder verschnitten und die Paneele ist unbrauchbar! Achte auch auf den Arbeitsschutz, trage beim schneiden/sägen Schutzbrille und Handschuhe!

Beachte auch:

  • Der Untergrund muss trocken, fest und eben sein. Die Verlegung erfolgt "schwimmend", das heißt, der Bodenbelag wird ohne Verklebung auf einer Dämmunterlage auch Trittschalldämmung genannt, verlegt.
  • Bei der Verlegung muss rundum eine Dehnungsfuge von 10 mm eingehalten werden.
  • Die Nut- und Feder-Variante (heute kaum noch erhältlich) muss im Gegensatz zur Leimlosen Nut- und Feder-Arretierung (Klicksystem) verleimt werden. Ein weiterer Vorteil des Klick-Systems: Wenn du umziehst kannst du deinen Laminatboden leicht entfernen und mitnehmen.

Laminat trägt durch die eigene Materialstärke und das verwendete Trittschall-Material etwas mehr auch als z.B. Teppichboden. Prüfe deshalb ob sich die Zimmertür noch einwandfrei öffnen lässt wenn das Laminat verlegt wird. Eventuell musst du die Tür bearbeiten, was gerade in der Mietwohnung ohne Zustimmung des Vermieters nicht erfolgen sollte.

Trittschalldämmung für Laminat:

Trittschalldämmung ist ein wichtiger Bestandteil und in Neubauten bereits Pflicht, wenn es um die Verlegung von schwimmenden Bodenbelägen geht.
Bei schwimmend verlegten Böden befindet sich immer etwas Luft zwischen Bodenplatte und Untergrund, dadurch schwingt die Bodenplatte beim darüber gehen leicht mit. Hierdurch entsteht der Trittschall, welcher sich über den Untergrund (Estrich- oder Holzboden) überträgt in den anderen Räumen, von Nachbarn und darunter wohnenden Mietern zu hören ist. Durch die Trittschalldämmung wird die Übertragung des Trittschalls auf andere Räume verhindert und der Gehschall reduziert. Bei Laminat musst du wie bei Fertigparkett, eine spezielle, druckstabile Dämmung verwenden, da sonst die Klick-Verbindungen mit der Zeit Schaden nehmen könnten. Wenn eine Fußbodenheizung vorhanden ist, musst du darauf achten, das die verwendete Trittschalldämmung über einen möglichst kleinen Wärmedurchlasswiderstand verfügt. Trittschalldämmung für Laminat verfügt über keine integrierte Dampfsperre (Feuchtigkeitssperre), bei Verlegung auf einem mineralischen Untergrund (Beton oder Estrich), muss zusätzlich eine PE-Folie als Dampfsperre verlegt werden. Die Trittschall-Unterlagsbahn wird in der gleichen Richtung wie das Fertigparkett verlegt und die Stöße mit Alu-Dichtband verklebt.

Checkliste - Benötigtes Werkzeug und Material

Laminat verlegen:

  • Laminat: Kalkuliere etwas mehr für eventuellen Verschnitt ein.
  • Trittschalldämmung und optional PE-Folie als Dampfsperre.
  • Abstandskeile: Zur Einhaltung der Dehnungsfuge
  • Schlagklotz: Schützt Kanten vor Beschädigung
  • Zugeisen: Wird benötigt um die letzte Diele in die richtige Position bereits verlegter Dielen zu bringen.
  • Hammer:
  • Laminatschneider, Handsäge oder Stichsäge: Für saubere und gerade Schnitte.
  • Winkelschmiege: Zum Übertragen von Schrägen.
  • Zollstock und Bleistift: Zum ausmessen und anzeichnen der Schnittstellen.
  • Cuttermesser oder Schere: Zuschneiden der Trittschalldämmung.
  • Arbeitsschutz: Handschuhe, Brille usw.
Änderungsdatum: 23.11.2023 15:11

 

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und anschließend redaktionell überarbeitet, das heißt Formulierungen angepasst, Sätze umgeschrieben und Verlinkungen ergänzt.
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