VINYLBODEN
Inhaltsverzeichnis:
- Vinylboden - Tipps und Wissenswertes:
- Vor - und Nachteile von Vinyl:
- Kann ich einen Vinylboden überall legen?
- Verlegung von Vinyl:
- Checkliste - Benötigtes Werkzeug und Material:
Vinylboden - Tipps und Wissenswertes
In früheren Jahren wurden einschichtige, meist hellgraue PVC-Beläge aufgrund Ihrer Strapazierfähigkeit gerne in öffentlichen Einrichtungen wie z.B. Schulen und Krankenhäusern verlegt. Durch den enthaltenen Weichmacher Phthalat und die leichte Entflammbarkeit kamen diese Bodenbeläge in Verruf. Vinyl auch PVC genannt, ist auch nicht vergleichbar mit dem PVC-Material, welches als Meterware von der Rolle verkauft wird. Die heutigen, mehrschichtigen PVC-Beläge enthalten phthalatfreie Weichmacher, diese sind gesundheitlich unbedenklich. Auch die Nachhaltigkeit dieser Bodenbeläge wurde mit der Zeit verbessert. Damit nichts mehr an negativen Ruf von früher erinnert, spricht man heute auch vom Designboden.
Vinyl hat sich in den letzten Jahren zu einer echten Konkurrenz zum Laminat entwickelt. Durch seine vielen ausgefallenen Muster und Farben, wird er nicht umsonst auch Designboden genannt. Der beliebte Laminatboden gilt zwar als günstige Alternative zum Parkettboden, allerdings bietet das immer beliebter werdende Vinyl einige Vorteile gegenüber dem Laminat. Ein großer Vorteil: Vollvinyl besteht vollständig aus Kunststoff, verschüttete Speisen und Getränke lassen sich einfach aufwischen, und er eignet sich sehr gut für den Einsatz in Feuchträumen. Erhältlich ist Vinyl in vielen authentischen Dekoren und Strukturen. Wer im Badezimmer auf einen Boden in Steinoptik nicht verzichten möchte, ist ebenfalls mit Vinyl gut beraten. Ein großes Plus, Vinylboden zählt zu den Fußwarmen Bodenbelägen.
Vor - und Nachteile von Vinyl:
Die Vorteile:
- Vinyl ist robust und langlebig.
- Vinyl ist in einer großen Auswahl an Designs und Farben erhältlich.
- Vinyl (Vollvinyl) ist Wasserresistent und kann, wenn er verklebt wird, problemlos in Feuchträumen, Wintergärten und Wohnwagen eingesetzt werden.
- Vinyl ist gelenkschonend und vermittelt ein komfortables Gehgefühl.
- Vinyl gehört zu den Fußwarmen Bodenbelägen.
- Vinyl ist für Fußbodenheizungen geeignet (geringer Wärmedurchlasswiederstand).
- Vinyl ist pflegeleicht und antibakteriell und für Hausstauballergiker geeignet.
- Vinyl ist leicht zu verlegen.
Die Nachteile:
- Bei dünnem Klebevinyl muss der Boden absolut eben sein.
- Bei Beschädigungen ist Vinyl schwer zu Reparieren.
- Schwere Gegenstände können Druckstellen hinterlassen.
- Nicht zertifizierte oder in der EU produzierte Vinylböden können schädliche Weichmacher enthalten.
Kann ich einen Vinylboden überall legen?
Generell kann Vinyl in allen Wohnräumen gelegt werden. Vinyl ist elastischer als Laminat, dadurch entstehen weniger Gehgeräusche (Gehschall). Vinyl gehört im Gegensatz zu Laminat und Fliesen zu den "fußwarmen" Bodenbelägen. Vollvinyl bzw. Massiv-Vinyl eignet sich sogar für die Verlegung in Feuchträumen. Es gibt aber einiges zu beachten, damit du auch lange Spaß an deinem Vinylboden hast.
- Alte Bodenbeläge:
Entferne auch bei "schwimmender Verlegung" alte Bodenbeläge wie Teppich oder Kork. Die Klick-Verbindungen können durch den weichen Untergrund brechen zudem ist bei Teppich die Gefahr der Schimmelbildung gegeben.
Sollte der grundsätzlich ebene Boden ein paar schadhafte stellen vorweisen, kannst du diese mit Hilfe von Reparaturmörtel und einer Glättkelle glätten. - Verlegung in der Küche:
Vinyl ist für die Verlegung in der Küche bestens geeignet. Wenn die Küchenzeile bereits installiert wurde, kannst du dich für schwimmende oder auch geklebte Verlegung entscheiden. Soll die Küchenzeile später auf den Vinylboden gestellt werden, solltest du die geklebte Variante wählen, denn schwimmend verlegter Boden kann durch das Gewicht der Küchenzeile nicht mehr arbeiten und Schaden nehmen - Verlegung in Feuchträumen:
Sicherlich kannst du auch im Badezimmer ein Vollvinyl mit Klick-Verbindung wählen. Beachte jedoch, dass du bei schwimmend verlegten Böden rundum eine Dehnungsfuge von 10 mm benötigen und auch die Klick-Verbindungen nicht Wasserdicht sind. Die Gefahr besteht hierbei, dass Wasser unter den Bodenbelag gelangen und sich Schimmel bilden kann. Grundsätzlich solltest du deshalb in Feuchträumen die Klebe-Variante bevorzugen. Der Boden wird vollflächig verklebt und die Wandanschlüsse mit Silikon abgedichtet.
Verlegung von Vinyl:
Benötige ich bei Vinyl auch eine Trittschalldämmung?
Wenn du Laminat verlegen möchtest, benötigst du auf jeden Fall eine Trittschalldämmung auch Dämmunterlage genannt. Ob und welche Unterlage bei der Verlegung von Klick-Vinyl benötigt wird, hängt vom Aufbau des gewählten Vinylbodens, sowie dem Untergrund ab. Beachte hierbei auch die Empfehlungen des Herstellers.
Was ist eine Trittschalldämmung?
Schwimmend verlegte Böden sind nicht fest mit dem Untergrund verbunden, dadurch schwingt die Bodenplatte beim darüber gehen leicht mit. Hierdurch entsteht der Trittschall, welcher in anderen Räumen zu hören ist. Durch die Trittschalldämmung wird die Übertragung des Schalls auf andere Räume verhindert. Bei Klick-Vinyl musst du eine spezielle, druckstabile Dämmung verwenden, da sonst die Klick-Verbindungen mit der Zeit Schaden nehmen könnten.
Die Unterlagsbahn wird in der gleichen Richtung wie das Klick-Vinyl und verklebe die Stöße mit Alu-Dichtband.
Solltest du dich für einen Vinyl Boden mit HDF-Trägerplatte* (hochdichte Faserplatte) entscheiden, benötigst du keine zusätzliche Trittschalldämmung, denn auf der Unterseite der HDF-Trägerplatte befindet sich bereits eine Trittschalldämmung aus Kork. Allerdings sollte bei Verlegung von Vinyl mit HDF-Trägerplatte auf mineralischem Untergrund (z.B. Beton oder Estrich), eine Dampfsperre auch Dampfbremse genannt, gegen Feuchtigkeitsaufnahme durch den Beton oder Estrichboden unter dem Vinylboden verlegt werden. Insbesondere bei Verlegung in Kellerräumen sollte auf eine Dampfsperre nicht verzichtet werden.
*Vinylboden mit HDF-Trägerplatte ist nicht für Feuchträume ungeeignet, weil Faserplatten keine Feuchtigkeit vertragen und aufquellen!
Welche Verlegearten gibt es bei Vinyl?
Die Verlegung von Klick-Vinyl ist identisch wie bei Klick-Laminat. Allerdings gibt es bei Vinyl außer der schwimmenden, auch die Variante der geklebten Verlegung. Nicht zu verwechseln mit der der "geklebten" Variante von Laminat, bei der zum besseren Halt und Versiegelung etwas Holzleim auf die Feder aufgetragen wird, wird bei Klebevinyl ein spezieller Vinylkleber auf den Untergrund aufgebracht.
1. Schwimmende Verlegung:
Die schwimmende Verlegung erfolgt wie beim Laminat durch ein Nut- und Feder Klick-System. Die einzelnen Dielen werden hierbei ineinander geklickt. Die entstandene Bodenplatte wird mit einem Wandabstand von ca. 10 mm rundum nirgends befestigt (geschraubt oder geklebt). Dadurch kann sich die Platte bei Temperaturschwankungen ausdehnen und zusammenziehen. Klick-Vinyl ist durch seine höhere Stärke unempfindlicher bei unebenem Untergrund als das weiche Vinyl zum kleben. Ein weiterer Vorteil bei Klick-Vinyl ist seine leichtere und zeitsparende Verlegung und auch für den ungeübten Heimwerker leicht zu realisieren und der Boden ist sofort begehbar.
2. Geklebte Verlegung:
Wenn man sich für die geklebte Variante entscheidet, muss der Untergrund absolut plan, sauber, staubfrei, frei von Ölen, Fetten und gut haftend sein, der Boden wird hierfür mit speziellem Vinylboden Kleber eingestrichen. Das verkleben von Vinyl, welches auch "selbstklebend" erhältlich ist, sorgt für eine bessere Wärmeübertragung der Fußbodenheizung und der Bodenbelag ist etwas robuster. Die Klebe-Verlegung ist für den ungeübten Heimwerker etwas schwieriger und der Bodenbelag darf erst nach vollständiger Trocknung (ca. 12 Std.) nicht betreten werden.
Checkliste - Benötigtes Werkzeug und Material
Um einen Vinylboden zu verlegen, bedarf es keinem besonderen Werkzeug:
Schwimmende Verlegung:
- Ein gutes Cuttermesser oder Universalmesser (mit Wechselklingen) zum schneiden des Vinyls
- Abstandskeile für die Einhaltung einer Dehnfuge (Wandanschluss)
- Bleistift, Zollstock und Anschlagwinkel zum anzeichnen und anreißen der Schnittstelle.
- Kneifzange
- Laminatschneider (optional)
Geklebte Verlegung:
- (Siehe oben).
- Klebe Spachtel zum auftragen von Kleber.
- Andrückwalze zum andrücken des Bodenbelags.
| Änderungsdatum: | 23.11.2023 15:56 |
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und anschließend redaktionell überarbeitet, das heißt Formulierungen angepasst, Sätze umgeschrieben und Verlinkungen ergänzt.
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