WANDGESTALTUNG mit FARBE

Wohnzimmerwand mit vier Farben gestrichen, davor ein beiges Sofa, ein kleiner Tisch und ein schmales Regal.
© fischer-cg.de/stock.adobe.com
Inhaltsverzeichnis:
  • Streichen ... oder doch besser Tapezieren:
  • Wandfarbe und Gesundheit:
  • Vorbereitungsarbeiten zum Streichen:
  • Abdeck- und Abklebearbeiten:
  • Tipps und Empfehlungen:
  • Wandfarbe richtig streichen:

Streichen ... oder doch besser Tapezieren

Decken und Wände streichen, Vor- und Nachteile:

Ob das Streichen einer Wand tatsächlich geringere Kosten als Tapezieren verursacht, kann man nicht Pauschal beantworten.

Vorteile:

  • Das streichen lässt sich einfach ohne großen Aufwand umsetzten.
    Abgesehen von der ungeliebten Abklebe- und Abdeckarbeit.
  • Sehr große Auswahl an Farben.
  • Verschiedene Oberflächeneffekte zum einmischen in die Farbe sowie durch Streichtechniken.
  • Es ist meist etwas günstiger als tapezieren.
Junge Frau untersucht die Wand auf Löcher und verschließt diese mit Spachtelmasse
© M.Dörr & M.Frommherz/stock.adobe.com

Nachteile:

  • Unter Umständen ist etwas mehr Vorarbeit als beim Tapezieren nötig.
    Löcher und Risse müssen vorab sehr gut geglättet/verschlossen werden.
  • Wenn bereits mehre Farbschichten angelegt wurden, kann man nicht mehr streichen, ohne vorher mühselig die Farbschichten zu entfernen/abzuschleifen.
  • Bei hellem Anstrich auf dunklen Flächen müssen für eine gute Deckung eventuell mehrere Anstriche mit der gewünschten Wandfarbe durchgeführt werden oder vorab mit einem geeigneten Sperrgrund grundiert werden.

Wandfarbe und Gesundheit

Wer seine vier Wände mit Wandfarbe streichen will, wird von dem riesigen Angebot an Farben und Herstellern fast erschlagen.
Da stellt sich die berechtigte Frage: Sind all diese Farben auch gesund?
Tatsächlich sind in vielen Wandfarben auch Giftstoffe enthalten, die ausdünsten und die Gesundheit beeinträchtigen können.
Grundsätzlich solltest du für ein gutes Raumklima darauf achten, dass sich in der Farbe keine Schadstoffe / Chemikalien befinden. Dispersionsfarben auf Wasserbasis gelten hier als interessante Alternative. Mittlerweile werden auch klimaneutral hergestellte Dispersionsfarben angeboten. Es sollten auch keine Konservierungsmittel enthalten sein. Wandfarben aus natürlichen Inhaltsstoffen wie z.B. Lehm- und Kalkfarben sind für ein gesundes Raumklima bestens geeignet. Am besten achtest du auch auf Gütesiegel wie der "blaue Engel", diese Farben kannst du ohne bedenken einsetzen.

Vorbereitungsarbeiten zum Streichen

Auch beim Streichen gilt: Die zu streichenden Flächen müssen glatt, trocken und sauber sein. Des weiteren ist darauf zu achten, dass die Flächen gleichmäßig saugfähig sind.

Im Idealfall beziehst du einen Neubau, in dem sich außer Putz nichts auf den Wänden befindet. Auch hier solltest du die Wände nach kleinen Beschädigungen absuchen und eventuell mit etwas Spachtelmasse korrigieren.
In den meisten Fällen geht es allerdings um Wände, welche bereits mindestens einmal gestrichen wurden. Befindet sich auf der Wand eine Raufasertapete oder Malerflies mit bereits mehreren Farbschichten, solltest du diese eventuell vorab erneuern.

Befindet sich auf der Wand eine dünne, glatte Mustertapete, kann diese nach Überprüfung auf Festigkeit in der Regel einfach überstrichen werden. Bei dunklen Mustern empfiehlt sich die Tapete vorab mit einer Grundierung (Sperrgrund) zu streichen, damit nach dem streichen mit einer hellen Wandfarbe nichts durchscheint. Lose Ränder oder Ecken müssen vorher mit Tapetenkleber befestigt werden.

Reinige die Wand vor dem streichen gründlich von Staub und Spinnweben.

Abdeck- und Abklebearbeiten

Zum Streichen vorbereitete Küche mit abgeklebtem Fenster und Fliesenspiegel, sowie mit Abdeckfolie geschütztem Fußboden
© galaxy67/stock.adobe.com

Auch wenn man im Umgang mit Farbe und Lack noch so vorsichtig ist, die Gefahr das Einrichtungsgegenstände wie Teppiche und Möbel, sowie Fenster, Türen usw. mit Farbspritzern dekoriert werden ist recht hoch. Die anschließende Reinigung kostet meist mehr Zeit und Nerven als im vorhinein alles sorgfältig abzukleben bzw. mit Abdeckfolie, Malerabdeckpapier oder Malerteppich abzudecken.

Benötigte Materialien:

  • Abdeckfolie
  • Malerkrepp / Krepp-Abdeckband
  • Malerteppich oder Malerabdeckpapier
Checkliste Vorarbeiten:
  • Schaffe dir Bewegungsfreiheit: Stelle alle Möbel, Fernseher, Lampen usw. in sichere Entfernung oder wenn möglich, in einen anderen Raum.
  • Rolle eventuell vorhandenen Teppichboden ein.
  • Decke den Fußboden mit Folie ab: Zu empfehlen ist zusätzlich Malerteppich auch Malervlies (nicht zu verwechseln mit Malervlies, welches als Unterlage für Wandanstrich tapeziert wird) im Wandbereich auszulegen.
  • Entferne vorsichtig Sockel- und Zierleisten.
  • Schütze Fenster, Türen Fliesen usw. mit Abdeckfolie und Abklebeband.
  • Schalte den Strom ab (Sicherung raus!): Gefahr des Stromschlags durch Wasser, feuchte Tapeten oder Berührung.
  • Entferne Lichtschalter und Steckdosen, damit du darunter befindliche Tapete beseitigen kannst.
  • Halte Papiertücher, Lappen und Putzeimer bereit bereit: Verkleckerte Wandfarbe lässt sich im frischen Zustand leichter entfernen als getrocknet.

Tipps und Empfehlungen:

Heimwerkerpaar bei der Auswahl der Wandfarbe
© Robert Kneschke/stock.adobe.com

Material und Werkzeug.

Bevor du anfängst, überprüfe ob dir das richtige und vollständige Malerwerkzeug zur Verfügung steht. Neben den richtigen Farben benötigst du auch das richtige Werkzeug für ein gutes Ergebnis.

  • Abstreifgitter um überschüssige Farbe von der Rolle zu entfernen und gleichmäßig mit Farbe zu versorgen.
  • Pinsel (z.B. Heizkörperpinsel) zum streichen schwer erreichbarer stellen an die mit einer Malerrolle nicht heran kommst.
  • Geeignete Farbrollen in verschiedenen Größen.
    1. Eine langflorige Farbrolle eignet sich am besten für grobe Flächen (Rauhputz) und dünne Farben.
    2. Eine kurzflorige Rolle für feste Farben und glatte Flächen z.B. Zimmerdecke.
    3. Eine Rolle mit geringem Durchmesser und langem Stiel für schwer zugängliche Stellen wie z.B. hinter Heizungen.
  • Teleskopstange um ständiges Leiterklettern vermeiden.
  • Eimer
  • Farbwanne

Wandfarbe richtig streichen

  • Streiche immer zuerst die Zimmerdecke, dann die Wände. Dadurch vermeidest du Farbklekse und Spritzer mit Deckenfarbe auf den frisch gestrichenen Wänden.
  • Ecken, Kanten und Konturen um Fenster und Türrahmen an die du mit einer Farbrolle nicht herankommst, streichst du zuerst mit einem Pinsel vor. Achte aber darauf, dass die vorgestrichenen Konturen nicht trocknen, bevor du mit einer geeigneten Farbrolle weiter streichen kannst, da sonst unschöne Absätze entstehen können.
  • Wände streichst du am besten von oben nach unten um ein gleichmäßigen Farbauftrag zu gewährleisten. Streiche hierbei auch immer in Richtung des Lichteinfalls, das heißt, du streichst vom Fenster weg in den Raum hinein. Dadurch kannst du Unebenheiten und ungleichmäßigen Anstrich leichter erkennen. Sollte dir kein Tageslicht zur Verfügung stehen leuchtest du die zu streichende Fläche am besten mit einem hellen Baustrahler aus.
Änderungsdatum: 14.11.2023 20:15

 

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und anschließend redaktionell überarbeitet, das heißt Formulierungen angepasst, Sätze umgeschrieben und Verlinkungen ergänzt.
Bildquellennachweis: